Das Hauptthema der 5. Ausgabe von Affiliate MusikxX ist diesmal Postview. Dabei werden wir uns in einer Diskussionsrunde die Vorteile und Bedenken der Postview-Technologie im Affiliate Marketing anschauen.

Meine Gäste dazu sind Ingo Kamps (cayada) und Günther Giani (affiliate-marketing.de).

Die Sendung beginnt allerdings wie immer mit News aus der Branche:

Termine

Vorschau auf die nächsten Sendungen

  • Affiliate MusixX 6 am 09.12.2010 – Thema: Affiliate-Jahresrückblick 2010
  • Affiliate MusixX 7 am 13.01.2011 – Thema: Affiliate-Trends 2011

Nachdem heute bereits die 5. Ausgabe von Affiliate MusixX gesendet wird, würde ich mir wünschen, dass Ihr zukünftig noch interaktiver an der Sendung teilnehmt und über die Kommentare Eure Meinungen und Wünsche mitteilt und damit evtl. auch interessante Diskussionen anstoßt.

Mit regelmäßig über 2.500 Höhrern sollte eine aktive Community eigentlich möglich sein.

Meine Bitte an Euch ist deswegen, die heutige Sendung mit mindestens 50 Kommentaren zu belohnen, um damit das aktuelle Thema auch tatkräftig zu diskutieren. Sollte es bei über 2.500 Höhrern nicht zu 50 Kommentaren kommen, werde ich mir überlegen, ob ich die Sendung zukünftig noch weiter produziere.

Ich hoffe es allerdings, dass wir das schaffen und sich zukünftig somit mehr Leute aktiv mit den Themen beschäftigen.

Abschließend hier noch der Film zur 10. Jubiläumsveranstaltung der Affiliate NetworkxX.

[youtube JrEEy97J2ac]

 

 

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Affiliate Musixx

Affiliate MusixX wird Euch präsentiert von Markus Kellermann, Wolfgang Polzer und Romy Habelt. Wir freuen uns auf Eure Kommentare, Anregungen und Themenvorschläge.


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72 Kommentare zu “Affiliate MusixX 5: Pro/Kontra Postview

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] bleibt nach wie vor der Pro/Contra-Panel unvergessen, den wir in der 5. Ausgabe von Affiliate MusixX ausstrahlten und der mit über 6.500 Zuhörern nach wie vor mit zu den meistgehörtesten Affiliate […]

Kommentare

  1. Immerhin mal eine Diskussion bei der Tacheles zum Thema gesprochen wurde.

  2. Yankee Nov 11, 2010

    Gute Diskussion. Scheinen beide einigermaßen zu wissen worüber sie sprechen, auch wenn sich die Lager meist unversöhnlich gegenüber stehen.

  3. Ich teile bei der Diskussion um die Postview Kampagnen eher die Meinung von Günther Giani. In vielen Fällen wird keine Leistung erbracht. Wir kennen doch alle die Bannerblindheit vieler User. Es profitieren nur die Seiten mit viel Traffic. Das die Sales zugenommen haben, schreibe ich eher den Besuchern zu die vorher über Google direkt gekommen sind, jetzt aber einen Postview-Cookie mit sich rumtragen.

  4. Horst Nov 11, 2010

    Ich fand das Interview mit Affilius sehr gut. Du hättest ihm das Mikrofon ruhig geben können. 8-)

  5. Erst einmal: Klasse Diskussion!

    Inhaltlich gebe ich hierbei Ingo recht und befürworte Postview Tracking. Warum? Durch PV kann der Merchant eine Reichweite auf Performancebasis generieren, die normalerweise abseits von Display Advertising nicht erreichbar ist. Hier liefert PV nicht nur Branding, sondern unterstützt somit auch aktiv den Verkauf.

    Vorausetzung muss allerdings immer ein funktionierendes Tracking sein, das nicht nur nach Last-Cookie-Wins verfährt, sondern auch eindeutige Prioritäten zuweisen kann, wobei der Click-Cookie stets höherwertig ist.

    Nur dann stellt PV einen Gewinn für alle Beteiligten dar und schadet nicht den Content-Publishern, die ebenfalls gute und wichtige Arbeit leisten.

    Zwar kann man argumentieren, dass einzelne Sales auch ohne Postview generiert werden. Dem steht jedoch gegenüber, dass einerseits ein Branding-Effekt erzielt wird und somit z.B. auch Brand Searches im SEM und SEO einen Zuwachs erzielen. Somit ist Postview unter dem Strich lohnend und stellt keine Kannibalisierung anderer Kanäle, sondern einen Zugewinn dar.

  6. Christian Nov 12, 2010

    Gute & interessante Sendung, danke. Ich tendiere auch zur Meinung von Günther.

  7. Eine klasse und vorallem von Günther her sehr offene und ehrlich Diskussion.
    In meinen Augen sollte ein solches Verfahren wie Postview, was extem undurchsichtig und nicht nachvollziehbar ist, erst dann angewendet werden, wenn die nötige technik dahinter transparent ist.

  8. Schöne lebhafte Disukssion. Sollte man vielleicht wiederholen, mit anderen Themen.

  9. Inkognito Nov 13, 2010

    Nehmen wir mal einen Big Brand Onlineshop. Jeder Leser von Bild.de, Stern.de usw. wird in der Regel mit View-Cookies über Postview Banner zugeballert. (gerne auch im Triple-Format) Auf diese Weise generieren plötzlich zahlreiche STAMMKUNDEN, die ohnehin schon immer bei dem großen Online Shop bestellt haben, zahlreiche Postview-Sales. Ist der Shop auch noch gut sichtbar in den Suchmaschinen, z.B. im Long-Tail mit der genauen Produktbezeichnung, entstehen plötzlich ganz kuriose Postview-Sales, die auch so zustande gekommen wären. Ist ein Shop also in anderen Kanälen bereits sehr präsent, profitiert der Postview-Publisher. Und das hat mit Werbeleistung oder gar Performance durch PV sicher wenig zu tun. Klar ist aber, dass die View-Cookies in Masse rausgefeuert werden.

    Die Postview-Vertreter argumentieren immer mit der bei den relevanten Advertisern doch funktionierenden Cookie-Weiche und View/Klick-Priorisierung. Zudem soll die Medialeistung ob bewusst oder unbewusst eine Transaktion begünstigen.
    Ganz gerne wird dann auch noch mit „Transparenz“ geworben. [Im Detail wird es dann aber schnell spekulativ! :)]

    Die Advertiser lassen sich von den Performance Agenturen neben den klassischen PV-Vertriebslügen auch aus eigenem Interesse ganz gerne zu PV verführen. Die Media TKPs der Brands sind nämlich um ein Vielfaches teurer als die winzigen TKPs der Postview-Publisher, die sich über Restplätze bei den Vermarktern reinkaufen. Und dann wird entsprechend ein Triple gebucht und die Cookiemasse über die reichweitenstarke Portale gestreut.

    Ohne Zweifel hat eine erhöhte Mediapräsenz immer IRGENDWO Auswirkungen. Das ist selbstverständlich. Aber so wie das mittels Postview verkauft wird, ist das schlichtweg CHEATING.

  10. Die größten Affiliates bei den Netzwerken machen Postview. Daher kümmern sich die Netzwerke auch nur noch um diese Leute. Alle anderen sind unwichtig geworden. Daher gebe ich Günther recht.

  11. Matthias Nov 13, 2010

    Postview ist momentan alles andere als transparent. Einige Postview-Agenturen betreiben ähnlich wie Layer-Netzwerke eigene Netzwerke und reichen ihre Provisionen auch noch an dritte weiter. Oder es wird massiv Traffic über Marktplätze eingekauft. Bei Adscale bekommt man als Publisher z.B. regelmäßig CPC-Kampagnen (!) mit Multimerchant-Bannern angeboten. Und genau diese PV-Agenturen, die so arbeiten, besetzen dann bei Affiliate-Rallys und Wettbewerben die vorderen Plätze. Den Merchants ist es bei Postview also offensichtlich egal, wo Ihre Werbung erscheint und wie die Sales zustande kommen. Bei kleinen Affiliates wird dagegen jeder angebliche Verstoß gegen die Richtlinen genutzt, um Provisionen zu stornieren oder gleich zu kündigen. Kein Wunder also, dass es so viele Webmaster gibt, die Postview kritisch sehen.

  12. @Matthias:

    Für die Advertiser klingt es im ersten Moment einfach toll, dass sie Medialeistung nun nicht mehr zu teuren TKP’s einkaufen müssen. :) Vielleicht lohnt es sich als Advertiser sogar, für falsch berechnete Postview-Performance zu bezahlen. Denn die verstärkte Medialeistung wäre mit eigenen Mitteln immens teuer gewesen. Das ist dann natürlich eine sehr abstrakte Mischkalkulation. :)

    Natürlich kann man sowas nicht ernsthaft als Performance Marketing verkaufen. Postview erscheint mir zunehmend so als wollte man die Printkrankheiten ins Online Marketing einführen.

  13. Hallo zusammen, zunächst pardon für die späte Beantwortung, aber ich war die ganze Zeit unterwegs und komme erst jetzt nach Hause.
    Ich greife wegen der fortgeschrittenen Zeit (die Uhr zeigt gleich 02:30 Uhr) mal ein paar Punkte raus, die wir morgen gerne noch vertiefen können.

    1. Incognio

    Sales kommen sowieso zustande
    Das es diesen Umstand in der Realität gibt, will niemand bestreiten (kann auch bei anderen Affiliate Modellen vorkommen, aber da liegen die Zahlen natürlich niedriger) und hat meines Wissen auch noch nie jemand bestritten. Dennoch haben alle mir bekannten Tests (und es sind inzwischen nicht wenige) gezeigt, dass es sich overall eben nicht um einen reinen Sales-Austausch handelt, sondern die Verkaufszahlen steigen. Das zeigt auch der Postclick-Anteil, der in der Sendung besprochen wurde.

    Funktionierende Cookie-Weiche
    Hier bin ich nicht sicher, was Du nun genau kritisieren möchtest. Dass ein Postview Publisher von einer funktionierenden Cookieweiche mit passender Cookie-Priorisierung ausgeht, wirst Du ihm schwerlich vorwerfen können. Denn das ist die Aufgabe des Advertisers. Oder sollen die Publisher eine Musterweiche bereitstellen?

    PV-Vertriebslügen
    Auch hier verstehe ich nicht hundertprozentig, wer der Schuldige sein soll: Postview-Buchungen sind natürlich Reichweitenbuchungen. Der erzielte eTKP wird niemals so hoch sein, dass der Publisher eine exklusive Startseitenbelegung bei Spiegel Online für den Advertiser hinbekommt. Aber: Der Publisher bekommt den Advertiser auf Spiegel Online und auch die anderen Premium-Websites (z. B. Sueddeutsche.de oder Welt.de), auf die der Advertiser ansonsten nicht vertreten wäre.

    Mike
    Es ist wahr, dass Postview Affiliate Marketing inzwischen einen recht hohen Anteil am Affiliate Marketing ausweist. Aber mir sind diverse Top-Affiliates bekannt, die mit ganz anderen Modellen sehr erfolgreich sind. Und soweit ich es sagen kann, haben die keine Probleme mit dem Support bei den Netzwerken. Vielleicht kann sich der Mitarbeiter eines Netzwerks ja dazu äußern.

    Matthias
    Es ist den Advertisern keineswegs egal, wo ihre Werbung läuft und sie fragen sehr gerne nach Mediaplänen.

    Damit es hier anscheinend ein falschen Eindruck gibt: Ich glaube, dass kein Bereich so genau und kritisch beäugt wird, wie die Postview Publisher – gerade wegen der Sensibilität eines Sicht-Cookies. Code of Conduct Regeln wie die Notwendigkeit zur Buchung im sofort sichtbaren Bereich einer Website werden mit großer Konsequenz verfolgt (obwohl Publisher es nicht zu 100% verhindern können). Und es schwebt in jedem Moment das Damoklesschwert des Closed Group-Rauswurfs über den Publishern.

    Das auch Traffic über Adscale & Co. gebucht wird, halte ich für legitim. Denn auch Publisher müssen ein Stück weit „mischkalkulieren“.

    Noch ein Hinweis, der sich NICHT auf diesen Thread bezieht, sondern eher auf vorherige Diskussionen:

    Ich glaube, dass es für fast jedes irgendwo vorgebrachte Negativbeispiele ein reales Pendant gibt. Und wenn es was zu kritisieren gibt, sollte es auch immer angesprochen werden können. Es muss aber immer um die Kritik als solche gehen.

    Leider bekommt man manchmal des Eindrucks – dass manche Leute wirklich alles instrumentalisieren, nur um eine von ihnen ungeliebte Abrechnungsmethode weg zu bekommen – schwer erwehren. Und manchmal werden auch angebliche Zustände konstruiert, nur damit für einen selbst keine Widersprüche in der Argumentation entstehen. Oder die entsprechenden Leute haben für alle Fälle Schreibtische in diversen Advertiserbüros stehen (bei so viel Insiderwissen… ;)).

    Es wird viel unternommen, um Postview als Abrechnngsmethode für Sichtleistungen zu etablieren und die Akzeptanz zu schaffen. Nichts ist perfekt, aber immerhin hat Deutschland einen Code of Conduct, Knowhow auf Seiten von Advertisern und Agenturen usw. Wenn wir nur mal in die USA schauen, was einige Re-Targeting Agenturen dort veranstalten…

  14. Ich glaube, die Uhr geht eine Stunde falsch!? :)

  15. Inkognito Nov 14, 2010

    @Ingo:

    Es ist nicht verwunderlich, dass bei verstärkter Medialeistung insgesamt die Sales-Zahlen steigen. Das impliziert allerdings noch lange nicht, dass wir bei Postview von Performance Marketing sprechen können, denn Performance Marketing ist weitestgehend gut messbar. Ein Uplift ist aufgrund der verstärkten Medialeistung wahrscheinlich, rechtfertigt aber nicht Postview als Performance-Kanal so wie er aktuell gemessen wird.

    Es hat überhaupt nichts mit Performance zu tun, wenn plötzlich in meinem Performancereport sämtliche Bestandskunden, die täglich z.B. den Stern lesen, plötzlich Sales für den Postview-Publisher generieren. (Wie viele Menschen haben Nachrichtenmagazine als Startseite?) Auch hat es nichts mit Performance zu tun, wenn ein Spiegelleser später generisch in den Suchmaschinen nach Produkten sucht und aufgrund der starken Präsenz des Advertisers dann dort landet und eingekauft & einen PV-Sale generiert.

    Postview ist so ähnlich als würde ich an eine Litfass-Säule eine Radarfalle aufstellen und mit den Ergebnissen irgendeine Performance ableiten. Auch an die Coupon-Publisher erinnert es mich leicht: Postview-Publisher generieren wie gesagt Sales von Bestandkunden und Kunden andererer Channels wie SEO, die auch so zustande gekommen wären. Je präsenter ein Kunde in den anderen Channels, desto mehr Chancen mit PV Sales „abzustauben“.

    Über die verkürzte Cookie-Laufzeit von Postview-Publishern kann ich nur lachen. Denn in der Regel kannibalisieren die Publisher ihre Cookies über reichweitenstarke Portale schon in wenigen Stunden. Die Halbwertszeit ist unfassbar kurz.

    Fazit: So lange PV so viele Sales „abstaubt“, können wir nicht ernsthaft von einem Performance-Report sprechen. Den wenigsten Advertisern ist das so transparent, denn im ersten Moment klingt es einfach verlockend, wenn der Advertiser kein Mediabudget einsetzen muss um seine Mediapräsenz zu verstärken. Teilweise verkleinern sich dadurch sogar die Mediabudgets. Manch ein Advertiser nimmt es trotz Bewusstsein vielleicht sogar in Kauf, dass er im Postview für Performance bezahlt, die auch so zu stande gekommen ist, (Bestandskunden + Kunden anderer Channels) denn durch eine Mischkalkulation könnte es dann doch wieder das Eigeninteresse decken, wenn die Medialeistung günstiger wird. :-)

    Aktuell wird schlichtweg nicht der reale Uplift verkauft, sondern im sogenannten Uplift sind zahlreiche Sales enthalten, die auch so zustande gekommen wären. (Bestandskunden, Präsenz anderer Channels) Nebenbei will ich einräumen, dass bei einer starken Offline-Werbekampagne eines Advertisers die Wahrscheinlichkeit ebenso steigt, dass mehr PV-Sales generiert werden. Denn dazu genügt es, einfach nur den Spiegel zu lesen oder auf Ebay zu surfen, schon haben wir die Cookies auf dem Rechner. :-) Wie willst Du wirklich DEINEN UPLIFT messen? :) Und wie willst Du das differenzieren von anderen Werbekampagnen, (z.B. offline) die tatsächlich die Transaktion ausgelöst haben?

    Willst Du wirklich Transaktionen in Deinen Performancereport schreiben, die wegen eines Cookies auf z.B. Stern zustande kamen, obwohl der Advertiser vorgestern offensiv ein Handy besonders günstig offline beworben hat und der Kunde via Type-In direkt gekauft hat?

  16. Moin Incognito.

    Für den Einfluss auf das Kaufverhalten sprechen in meinen Augen der nicht vollkommen unerhebliche Teil an Postclick-Sales sowie die in den meisten Fällen niedrige Time to Conversion. Diese beträgt oft nur ein paar Stunden. Ja, auch hier wird es Fälle geben, bei denen das Cookie eher zufällig auf den Rechner des Käufers gelangt ist. Das hat auch noch keiner bestritten, glaube ich.

    Es ist übrigens auch nicht so, dass ein View-Cookie zwingenderweise nach wenigen Stunden überschrieben wird. Innerhalb der Laufzeit finden schon bis zum Ende hin Sales statt, wenn auch großenteils (siehe oben) am selben Tag (was ich eher positiv finde).
    Auf jeden Fall bestreiten möchte ich den „Vorwurf“, dass Advertiser Postview aufgrund der verlockenden Aussicht auf geringere In-House Mediabudgets an Postview festhalten. Zum einen, weil die unterschwellig mittransportierte These über fehlendes Know-how auf Advertiser-Seite nicht den Tatsachen entspricht. Das gilt besonders für die Advertiser, die einen vergleichsweise hohen Anteil der AdImpressions abbekommen (z. B. Telkos). Zum anderen haben wir eben gerade bei den gerade erwähnten Telkos den Fall, dass Affiliate Marketing größtenteils autark von der Media-Abteilung agiert. Also kann das so nicht hinkommen.

    Natürlich könnte man stattdessen erwidern, dass sich die Affiliate-Abteilung innerhalb des Konzerns mit mehr Sales aufwerten möchte. Aber auch das darf man maximal vermuten. Die genauen Motive kennen nur die handelnden Personen. Aus eigenen Gesprächen mit übergeordneten Instanzen der Postview-Advertiser kann ich zumindest sagen, dass man bis hinein in die Vorstandsetage weiß, was Postview genau bedeutet. Und man sich mit diesem Wissen dafür entschieden hat. Von daher gehe ich davon aus, dass weder die Mediabudgetsenkung, noch die konzerninterne Aufwertung als Triebfeder fungieren.

    Es ist nicht ganz leicht, da wir an bestimmten Grenzen argumentieren, die das Pendel in die eine (Ablehnung) oder die andere (Zustimmung) ausschlagen lassen. Für den einen sind die mehrfach angesprochenen Unzulänglichkeiten – über deren grundsätzliches Vorkommen zwischen uns Konsens besteht (der Dissens liegt eher im prozentualen Anteil) – der Grund, um das Ende dieser Abrechnungsart zu fordern. Befürworter halten Weiterentwicklung für erstrebenswert. Ich denke, dass eine Möglichkeit, Sichtleistungen grundsätzlich zu messen und zu vergüten, auf jeden Fall weiterverfolgt werden sollte. Mit unter diese Grenzen fällt dann aber wohl auch die konträre Definition, ob man das ganze nun Performance Marketing nennen darf, oder nicht.

  17. Hier ist immer die Rede von „Postview-Buchungen“ – warum gibt es dann Partnerprogramme die gar nicht´s von ihrem Glück wissen oder nur sehr bedürftig darüber informiert worden sind ?

    Transparenz:
    Beispiel von letzter Woche.
    Kunde storniert einem Affiliate fast alle Provisionen mit der Begründung doppelt erfasst. Bei der Nachfrage ob wir bitte mal die Klickzeitpunkte der Provisionen des anderen Anbieters einsehen können kommt tastächlich die Rückmeldung das diese dort nicht öffentlich gelistet sind und auch nicht rausgegeben werden. Wow ist das Transparent, wie soll da ein Abgleich statt finden ?
    Stornos zurück und Deckel drauf.

    Ich kann es nur hundert mal Fragen:

    – warum werden nicht getrennet PV Programme aufgesetzt die dann nicht den teilweise jahrelang fair arbeitenden Affiliates in die quere kommen?

    – warum gibt es Anbieter die nicht die Art der Provisionsentstehung und den View- bzw. Klickzeitpunkt an die Kunden geben?

    So viel Transparenz geht dann wohl zu arg an den Geldbeutel ?

    Grüße
    Dirk

  18. ‚…Und manchmal werden auch angebliche Zustände konstruiert, nur damit für einen selbst keine Widersprüche in der Argumentation entstehen. Oder die entsprechenden Leute haben für alle Fälle Schreibtische in diversen Advertiserbüros stehen (bei so viel Insiderwissen… ;)…‘

    Solltest Du mich damit meinen, Ingo, muss ich sagen, dass ich nichts konstruiert habe. Warum auch?!? Das würde ja bedeuten, dass ich einfach freien Unfug erzählt habe, was schlichtweg Unsinn wäre. Über fast alle der gesagten Sachen haben wir beide uns sogar schon unterhalten… ;)

    Zu den Dingen, die Du nicht wahrhaben willst, kannst Du mich gerne anrufen und ich werde Dich aufklären. Und selbstverständlich habe zumindest ich keine Schreibtische in Advertiserbüros. Aber es stimmt schon, dass ich regen Kontakt zu Publishern, Agenturen, Netzwerken und auch Advertisern habe und diverse Dinge mitbekomme, die nicht öffentlich kommuniziert werden. Ich denke, es ist ok, dieses Wissen dann auch in Diskussionen anzubringen. Das Ganze natürlich, ohne Namen zu nennen und so jemanden in Verlegenheit zu bringen.

    ‚…Ich denke, dass eine Möglichkeit, Sichtleistungen grundsätzlich zu messen und zu vergüten, auf jeden Fall weiterverfolgt werden sollte. Mit unter diese Grenzen fällt dann aber wohl auch die konträre Definition, ob man das ganze nun Performance Marketing nennen darf, oder nicht…‘

    Aber genau hier liegt ja der Hund begraben. Wie will man Sichtleistungen messen? Ganz ehrlich, dafür gibt es keine Lösung. Plausibel wäre eine Kombination aus Eyetracking und Elektroenzephalografie. Wie das allerdings funktionieres soll, weiss ich nicht. Man müsste schliesslich jedem Internetuser eine ständig aktive Webcam aufdrücken und ihn gleichzeitig an ein EEG-Meßgerät anschließen. Um die so gewonnenen Informationen auszuwerten und einen Transaktionsimpuls feststellen zu können, bedarf es dann nur noch einer aufwendigen Software, die der User installieren muss… ;) Das mag jetzt überspitzt klingen, aber hast Du oder sonstwer eine andere Lösung, um Sichtleistung tatsächlich und wirklich aussagekräftig zu *messen*?!? Man kann Werbemitteleinblendungen messen und das war’s dann auch schon. Und auch, wenn die Time-to-Conversions nach Werbemitteleinblendung oft nur ein paar Stunden beträgt, ist das noch kein Indiz dafür, dass das Werbemittel wahrgenommen und kaufentscheidend war. Wieviele PV-Cookies haust Du so in der Stunde raus? Und wieviele die anderen PV-Publisher? Und wieviele sind das dann in der Summe? Das bei einer solchen Menge die ein oder andere Transaktion zeitnah erfolgt, ist kein Wunder, keine Performance und keine Rechtfertigung für Postview. Das sind einfach nur Glückstreffer dank x-Millionen rausgehauener Cookies. Not more, not less.

  19. Nein, mein lieber Günther, Dich habe ich nicht gemeint. Im Gegenteil, daran habe ich keine Sekunde gedacht :)

  20. Ich wollte kurz zum Post von Dirk kommen, der sich mir nicht ganz erschlossen hat. Daher frage ich mal nach: Gehe ich richtig in der Annahme, dass Du Dich mit „einem Affiliate“ selbst gemeint hast?

    Desweiteren kann ich nicht erkennen, was das verständlicherweise sehr ärgerliche Problem mit Postview zu tun hat. Kannst Du mir das noch mal kurz erläutern? Der Zusammenhang zwischen Deinen Stornos und Postview kann ich nicht erkennen, oder war der andere „Anbieter“ Postview-Publisher?

  21. Und Günther, ich habe Dich wirklich nicht gemeint! Sonst hätte ich ich Dich direkt angesprochen, schließlich haben wir zusammen mit Markus mehr als 45 Minuten telefoniert :) Auf Dein Posting gehe ich nachher noch ein.

  22. @Ingo: hatte mich schon gewundert ;) Daher habe ich geschrieben ‚Solltest Du mich gemeint haben…‘

  23. @ingo
    „dass Du Dich mit “einem Affiliate” selbst gemeint hast?“

    Nein, ich sitze an der Front und arbeite in einem Netzwerk ;-)

    oder war der andere “Anbieter” Postview-Publisher?

    genau – einmal Tracking in Netzwerk A mit Klick-Tracking, und der öffentliche Angabe des Klickzeitpunktes, Werbemittelart usw.

    und einmal Netzwerk B mit PV ohne Angabe des Klickzeitpunktes und Art der Bewerbung.

    Und da soll der Betreiber dann entscheiden welcher Sale zählt – cool

  24. Inkognito Nov 15, 2010

    Jeder Webuser generiert Views. Das liegt im Wesen des surfens. Ein User kann sich gar nicht gegen Views wehren, wenn er im Web lesen möchte. Selbst wenn er bewusst die Triple-Banner scheisse findet und verspottet, wird er entsprechend mit den Cookies zugeparkt und der PV-Publisher gewinnt potentielle Anteile an dem User.

    Postview lässt uns gar keine WAHL. Denn wir können schlecht surfen ohne Views zu generieren. Damit steuern wir zwangsläufig in die Sales-Falle, obwohl wir einfach nur gesurft haben.

    Entsprechend werden auch Bestandskunden zu PV-Sales führen, Offline-Werbekampagnen-Peaks und Sales aus anderen präsenten Channels, in dem Maß wie der Kunde dort präsent ist.

  25. markus.kellermann Nov 15, 2010

    @Dirk

    Jeder professionelle Advertiser, der mit Postview arbeitet, stellt eine Cookieweiche zur Verfügung, bei denen Klicks höher priorisiert werden, als Views.

    Du kannst aber doch den Postview-Affiliates keinen Vorwurf machen, wenn ein Advertiser diese Cookieweiche nicht anbietet und sich damit selbst sein Grab schaufelt?

  26. „Du kannst aber doch den Postview-Affiliates keinen Vorwurf machen, wenn ein Advertiser diese Cookieweiche nicht anbietet und sich damit selbst sein Grab schaufelt?“

    Da hast Du was falsch verstanden, dem PV Affiliate mache ich keinen Vorwurf, der verwendet nur eine Möglichkeit die ihm ein Dienstleister (Netzwerk, Agentur) bereit stellt.

    Aber dem Dienstleister:
    – wenn ich so etwas einem Betreiber an die Hand gebe ist es wohl das mindeste ihn darüber aufzuklären dass er gewisse technische Vorraussetzungen haben sollte (Weiche usw.).
    – es ist ja wohl auch nicht zuviel verlangt wenn ich als Dienstleister dem Betreiber Daten bereit stelle damit dieser die Art der Bewerbung genauestens analysieren kann.

    Dieser Betreiber hat definitiv diesen Affiliate verloren der sonst immer gute Umsätze gemacht hat.

    Gegen gezielt, gesteuerte Kampagnen sagt ja kein Mensch was aber diese schnelle Geldnummer PV an wo es nur geht und ab damit ist absolute Abzocke und der Schaden der dadurch in der ganzen Branche angerichtet wird muss wohl nicht erwähnt werden.
    Und diesen Schaden bekommen eben auch Netzwerke und Agenturen ab die in diesem Bereich sauber arbeiten.

  27. markus.kellermann Nov 15, 2010

    @Dirk

    Das sehe ich genauso wie Du. Der Advertiser sollte auf jeden Fall umfassend von seiner Agentur informiert werden, bevor er Postview einführt. Zudem sollte man zuerst einmal einen Test machen, danach analysieren und dann entscheiden, ob es sich lohnt oder nicht.

  28. ‚…Zudem sollte man zuerst einmal einen Test machen, danach analysieren und dann entscheiden, ob es sich lohnt oder nicht.‘

    Das gefährliche ist, dass es sich in der Statistik auf den ersten Blick auf jeden Fall lohnt. Man sollte nur genau hinterfragen, wie diese tollen Zahlen zustande kommen. Und spätestens da hört dann die Aufklärung durch die Agentur auf.

  29. markus.kellermann Nov 15, 2010

    @Günther

    Man sollte nicht immer alle Agenturen pauschalisieren. Auch wenn Du das nicht aktiv machst, kommt die Aussage doch ein klein wenig als Verallgemeinerung rüber, was so allerdings nicht ist.

    Es gibt sehr wohl einige Agenturen, die mit dem Thema transparent und professionel umgehen.

  30. Inkognito Nov 15, 2010

    PV „lohnt“ sich statistisch schnell, denn PV staubt, wie oben beschrieben, Sales ab. Gegen Views können sich Surfer nicht wehren. Beim Surfen müssen wir die Seiten freilich ansehen. :) Wir können nicht die Grundvoraussetzung des Surfens, nämlich das Sehen, in dieser Form mit Abverkauf koppeln.

    Stellt euch vor, man würde eurer Augenoptik einen Littfasssäulenscanner implementieren um Offline-Cookies zu generieren. Ihr müsstet euch das Augenlicht nehmen um aus diesem Kreislauf auszubrechen. Ihr könntet nämlich gar nicht anders als Sales für die Littfass-Säule zu generieren, wenn ihr bei dem Werbetreibenden häufig einkauft. Das ist eine selbsterfüllende Prophezeihung.

    Wirtschaftliche Ziele an die Grundvoraussetzungen des Lebens, so eng an die unmittelbarsten Grundvoraussetzungen des Sehens und Surfens zu koppeln, halte ich für juristisch unbedingt zu überprüfen.

  31. @Markus

    Ok, das ist ein Mißverständnis. Ich möchte natürlich nicht alle Agenturen über einen Kann scheren und ich sage auch auf keinen Fall, dass Agenturen, die u.A. auch PV machen, grundsätzlich schwarze Schafe sind. Das ist definitiv nicht so und es ist auch nicht mein Anliegen, das zu vermitteln!

    Dennoch darf ich fragen, welche Agentur dem Advertiser PV-Zahlen präsentiert und gleichzeitig sagt:

    ‚Hier, Advertriser, schau mal! Wir haben die Sales im Affiliate-Marketing-Kanal mit PV deutlich verbessern können. Wir können nur leider nicht belegen, dass das auch unsere Werbeleistung war. Man muss davon ausgehen, dass wir einen Großteil der PV-Transaktionen aus anderen Kanälen, in die du übrigens auch investiert hast, abgegrätscht haben.‘

  32. Ich stelle jetzt nochmal die Frage und würde mich freuen nach einem Jahr Diskussion über dieses Thema endlich eine Antwort zu bekommen:

    Wenn PV transparent und nachvollziehbar ist und dem Kunden einen definitiven Mehrwert bringt, warum wird es dann nicht als sepparate Kampagne mit eigenem Tracking gehandhabt sondern über bestehende Affiliateprogramme geleitet?

  33. Nun sind ja schon wieder einige Posts zusammen gekommen, ich versuche mal hinterher zu kommen.

    Günther
    Es dreht sich am Ende immer wieder um das ausschlagende Pendel: Ja, es gibt auch Zufalls-Sales. Nein, es basiert nicht alles auf Glücktreffern. Du sagst, wir hauen Millionen von Cookies raus und landen dabei Glückstreffer. Darauf muss ich Dir antworten, dass das so nicht korrekt ist.
    Wäre es nämlich der Fall, dass ein PV-Publisher auf Glücktreffer setzt, ist er ganz schnell in der Verlustzone. Und das kann schnell verdammt teuer werden, auch wenn es sich in vielen Fällen um verhältnismäßig günstige TKP handelt.
    Außerdem gibt es auch den Fall, dass ein sehr großer Advertiser eine Mindest-Conversion Rate voraussetzt. Also ist auch aus dem Grund nicht viel mit Cookie-Spreading.
    Das war vielleicht noch zu Zeiten möglich, als es keine Cookie-Priorisierung gab und die meisten Leute von Postview noch nicht mal gehört hatten. Aber mit der heutigen Realität hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Sorry ?
    Ich habe nie behauptet, dass die jetzige Postview-Technik der Stein der Weisen für die Effizienzmessung von Sichtkontakten ist. Aber es ist immerhin ein Schritt. Ich finde diese Alternative inklusive zukünftiger Entwicklungsstufen besser, als unter dem Verweis auf die vorhandenen Unzulänglichkeiten den Schritt zurück zu gehen und die Sichtleistung komplett heraus zu nehmen.
    Es kommt auch ein bisschen darauf an, wie hoch man die Hürde setzt. So weit sind wir gar nicht auseinander, nur die Konsequenz daraus ist eine andere.

    Incognito
    Ja, es stimmt, dass man beim Surfen Views generiert. Und man läuft auch an einer Litfaßsäule vorbei. Und man überblättert im Magazin auch nicht die Anzeigen. Ist natürlich überspitzt formuliert, aber auch hier kann man natürlich die Hürde immer so hoch setzen, dass Postview nicht drüber springen kann.

    Dirk
    Wenn Du bei einem Netzwerk arbeitest, sollte es doch ein Leichtes für Dich sein, eine Antwort auf die Frage nach der Trennung bzw. Nicht-Trennung zwischen den Vergütungsarten zu erhalten. Oder sehe ich das falsch?

  34. markus.kellermann Nov 15, 2010

    @Günther

    Da hast Du glaube ich ein falsches Verständnis davon, wie professionelle Agenturen heutzutage arbeiten.

    Viele Advertiser nutzen ein kanalübergreifendes Tracking, um die Wechselwirkungen der verschiedenen Kanäle genau messen zu können.
    Gerade E-Plus hat hier letzte Woche auf dem affilinet Performance Marketing Day einen Case präsentiert, bei dem sie mitgeteilt haben, dass Postview mit dafür verantwortlich war, dass die Searchanfragen gestiegen sind und zu einem Uplift geführt haben.

  35. Inkognito Nov 15, 2010

    @Ingo

    Im Gegensatz zum View, der Voraussetzung für das Lesen von Webseiten ist, steht die Litfass-Säule allerdings nicht in Deinem Wohnzimmer.

  36. markus.kellermann Nov 15, 2010

    @Dirk

    Verstehe ich nicht. Es gibt doch Advertiser, die Postview in einem separaten Programm nur mit einer Closed-Group durchführen. Hier wird wieder einmal pauschalisiert und nur die amateurhaften Beispiele herangezogen.

  37. ‚…dass Postview mit dafür verantwortlich war, dass die Searchanfragen gestiegen sind und zu einem Uplift geführt haben.‘

    *Mit verantwortlich* heisst nicht *alleine verantwortlich*. Es waren also noch andere Faktoren/Kanäle/Methoden im Spiel und alle zusammen ergaben dann für diesen Case halt einen Uplift.

    Eine dieser Faktoren/Kanäle/Methoden war halt Postview und im gesamten Paket ist Postview dann eben ‚mit verantwortlich‘, wie du sagst. Und welchen Anteil am Uplift hat PV alleine gesehen? Wie wurde die alleinige Performance von PV gemessen?

  38. Inkognito Nov 15, 2010

    @markus

    Wie differenzierst Du PV-Sales, die aufgrund der Medialeistung zustande kamen, von Abstaubersales, die über starke Offlinekampagnen („Iphone4 ist raus, günstig“) initiiert und via Type-In getätigt wurden, jedoch durch das tägliche Lesen der Nachrichten auf Stern.de, im Dreierpack View-Cookies eingesackt wurden?

    Kann die Masse heutzutage eigentlich noch Nachrichten lesen ohne auf Masse Performance für Postview-Publisher zu generieren? :) Wir haben gar keine andere Wahl als dies unbewusst zu tun.

  39. Inkognito Nov 15, 2010

    PS:

    Dabei dachte ich immer, dass Transaktionen etwas mit einer freien Entscheidung zu tun haben. :-)

  40. „*Mit verantwortlich* heisst nicht *alleine verantwortlich*. Es waren also noch andere Faktoren/Kanäle/Methoden im Spiel und alle zusammen ergaben dann für diesen Case halt einen Uplift.“

    Genau das meine ich. Kaum fällt die Argumentation wieder zusammen, werden einfach die Hürden hochgesetzt ;) Warum muss Postview denn ganz alleine verantwortlich sein, damit es eine Berechtigung haben darf?

  41. @Ingo, muss es ja garnicht und das Beispiel mit den Hürden ist auch zu einfach. Es geht ja hier um Performance-Marketing. Das bedeutet, dass es ganz klare und unumstössliche Meßergebnisse geben muss! Alle PV-Dienstleister reden ja ständig von Performance-Advertising und machen damit auch Werbung auf ihren Seiten. Aber eine Antwort auf die Frage, wie die alleinige Performance von PV gemessen wurde und wird, bleibt schlichtweg aus. Kannst Du mir die Antwort geben, oder Du Markus?!? Wie wird die Performance von Postview sicher, zuverlässig und unanfechtbar gemessen?

  42. „Dabei dachte ich immer, dass Transaktionen etwas mit einer freien Entscheidung zu tun haben“

    Wieso, werden Leute zum Kauf gezwungen? Spaß, habe schon verstanden.

    Du verlangst irgendwie schon, dass Postview für eine Legitimation einer eierlegenden Wollmilchsau enstprechen muss.

    Und außerdem, der Kunde weiß überhaupt nicht, dass jemand eine Provision bekommt. Und es wird ihn auch nicht interessieren. Das wird nun schon ein bisschen albern.

    Provisionen gibt es übrigens auch im Einzelhandel (z. B. Modeverkäufer/innen). Da hat auch noch nie einer die Frage gestellt, ob der Nummernsticker der Verkäuferin die freie Entscheidung beeinflusst.

  43. Günther, es gibt doch Messergebnisse. Sie reichen Dir nur nicht. Daher muss die Entwicklung weitergetrieben werden.

  44. In der Tat, Ingo. Die Meßergebnisse reichen mir nicht ;)

  45. Inkognito Nov 15, 2010

    Im Einzelhandel besteht aber interaktiver _Kontakt_ zwischen Käufer und Verkäufer. Und an einer Litfass-Säule kann man wenigstens vorbeifahren. (Zumal davon keine direkte Performance abgeleitet wird)

    Nicht so bei Postview: Bei Postview wird die Provisionierung gnadenlos mit der Grundvoraussetzung für die Benutzung einer Webseite verknüpft. Webseiten sind unbenutzbar, wenn wir sie nicht ansehen. Somit koppelt sich PV direkt an unseren Wahrnehmungskanal für Webseiten. Enger lässt sich ein Provisionierungsmodell nicht mehr an den Menschen binden als bei PV geschehen. Wie soll man davon ausgehend besten Gewissens einen Performance-Report schreiben?

  46. Inkognito Nov 15, 2010

    Philosophisch: Was ist eigentlich wenn ein Blinder sich die Nachrichten auf Spiegel vorlesen lässt und in der Lage ist bei dem ein oder anderen Shop selbst zu bestellen? Theoretisch ist das möglich. Sogar für einen Blinden würdet ihr PV-Performance reporten!

  47. ‚Sogar für einen Blinden würdet ihr PV-Performance reporten!‘ – Guter Punkt!

  48. „und wenn jemand eine rot-grün Blindheit hat“, der Banner aber rot-grün ist und ihr messt trotzdem die Performance.

    Es sollen auch schon aus Versehen Klicks passiert sein. Ist damit auch konventionelles Affiliate Marketing auch kein Performance Marketing mehr. Leute, ich bitte Euch.

  49. Inkognito Nov 15, 2010

    Ingo:

    Diese Klicks sind aber nicht so massenhaft, da Klicks nicht zu den Grundvoraussetzungen der Nutzung einer Webseite gehören.

    Wir sprechen hier von Postview-Vermarktung auf reichweitenstarken Portalen, hier sprechen wir von Buchungen im Millionenbereich und größer. Hier wird jeder über das Werkzeug verprovisioniert, welches er nötig hat, um die Webseite überhaupt zu lesen.

    Das ist schon ein Unterschied.

  50. Gerade wart Ihr schon bei Blinden, die sich die Website vorlesen lassen und in die in die Performance einfließen. Darauf bezog sich das „ich bitte Euch“.

    Wie dem auch sei. Ich habe Euren Punkt ja grundsätzlich verstanden. Einige Argumente kann ich in gewisser Weise nachvollziehen, andere überhaupt nicht.

    Es ist vollkommen legitim, nach Abwägung aller Argumente zu der einen oder anderen Richtung zu tendieren. Nur sollten wir uns nicht immer im Kreis drehen.

    Wenn selbst Aussagen von Advertisern (wie das von Markus erwähnte Beispiel), dass ihre Erfahrungen für den Kanal sprechen vollkommen abprallen, hat es aber nur begrenzt Sinn. Dann geht es leider nicht um eine Diskussion… sondern um etwas anderes.

  51. Inkognito Nov 15, 2010

    Das Beispiel mit dem Blinden war philosophisch in Anknüpfung daran, dass PV sich so eng wie möglich an den Menschen koppelt, indem es an die Grundvoraussetzung der Wahrnehmung von Webseiten, dem Sehen, andockt. Das ist unausweichlich, denn wir müssen sehen um Webseiten überhaupt nutzen zu können. Auf dieser Ebene können wir noch lange keine Performance ableiten.

    Weiter oben waren auch zahlreiche Beispiele für „Abstaubersales“. (z.B. starke Präsenz in anderen Channels, Offline-Werbekampagnen)
    Hier geht es keineswegs um 1-3 Farbenblinde, die zu falschen Reports führen.

    Ich kann natürlich verstehen, dass Du auf PV-Agenturseite rein aus Überlebenstrieb nicht auf alle Punkte im Detail eingehen magst. Ein Stück weit gehört die „Narrenfreiheit“ im Reporting einfach zum PV-Geschäftsmodell :-)

    Würde ich in einem anderen Bereich einem Großkunden Zahlen auf solchen Grundlagen vorlegen, wäre ich nicht nur den Kunden schnell los, ich hätte darüber hinaus mit immensen rechtlichen Problemen zu tun. Bleibt also zu hoffen, dass die Advertiser VOLLBEWUSST (die Wenigsten sind sich in diesem Detailgrad dessen bewusst. Nicht einmal von den PV-Operativen kann man das behaupten) mischkalkulieren und sich sagen: „Die Performanceabrechnung ist zwar falsch, die Medialeistung aber trotzdem verhältnismäßig günstig gewachsen. :-)

  52. @markus
    „Verstehe ich nicht. Es gibt doch Advertiser, die Postview in einem separaten Programm nur mit einer Closed-Group durchführen. Hier wird wieder einmal pauschalisiert und nur die amateurhaften Beispiele herangezogen.“

    Wie ist hier bitte das Verhältnis von solchen Programmen zu der Masse?

    Diese „amateurhaften Beispiele“ haben leider manche Affiliates deutlich zu spüren bekommen in Form von Einbrüchen beim Umsatz.

    Wie Inkognito schon angedeutet hat geht es hier teilweise um Einblendungen im Millionenbereich und da kann jede schlampig, amateurhafte Kampagne schaden anrichten.

    Ich glaube wir wissen beide wie eng der Markt an wirklichen Top-Affiliates ist die mit unzähligen Contentseiten und seit jahren auf wirklicher Performance Basis arbeiten, mit diesen Leuten spielt man nicht und macht auch besser keine Experimente auf ihre Kosten.

    Ich behaupte jetzt nicht das Du das machst aber es gibt diese Fälle leider immer wieder wie auch Günther im Interview bestätigt hat.

    Un ob irgend etwas in den Kinderschuhen steckt oder nicht, geht diesen Leuten sonst wo vorbei wenn es sie betrifft.

  53. @Dirk

    Natürlich hast Du recht, dass es Partnerprogramme gibt, die mit dem Thema Postview nicht richtig umgehen können, schlecht beraten sind und Contentpublisher damit verprellen.

    Aber nicht umsonst gibt es Affiliate-Agenturen und Top-Affiliate-Manager die jahrelange Erfahrung und Know-How aufweisen können und Advertiser umfassend beraten sollen.

    Aber natürlich gibt es auch viele Partnerprogramme, die sich keine Agentur leisten wollen/können und dann vielleicht Fehler in der Programmbetreuung machen. Aber deswegen kann man ja nicht generell Postview verteufeln?

  54. ‚Wenn selbst Aussagen von Advertisern (wie das von Markus erwähnte Beispiel), dass ihre Erfahrungen für den Kanal sprechen vollkommen abprallen, hat es aber nur begrenzt Sinn.‘

    Diese Aussagen prallen ja nicht ab. Es steht nur immernoch die Frage im Raum, wie jetzt genau die Performance von PV gemessen wird uns es zu diesen Aussagen überhaupt kommt. Das kann irgendwie keiner beantworten. Es wird gesagt, dss es Messergebnisse und Cases gibt, die die Performance von PV bestätigen. Na und?!? Diese Aussagen alleine sind wertlos. Es ist nur Aussagen bzw. Behauptungen, solange es dafür keine klaren Fakten gibt.

    Ich kann auch irgendwelche Behauptungen treffen, z.B. dass das Kuchenbacken im Wald maßgeblich zur Performance einer Kampagne beigetragen hat. Natürlich in Kombination mit anderen Maßnahmen und irgendwie hat dann das Kuchenbacken auch mit für einen Uplift gesorgt, weil ich es vorher als Performance-Maßnahme definiert habe. Klar, das ist mächtig überspitzt und nur ein Beispiel!

    Ich will damit nur klarstellen, dass Behauptungen ohne klare, eindeutige und durchsichtige Messungen ohne Interpretationsspielraum, auf die sie sich stützen können, wertlos sind.

    Meine Frage ist lediglich:

    –> Wie wird die Performance von Postview gemessen? <–

    Ohne Mischkalkulationen, Schätzungen, Annäherungen und Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung anderer eingesetzter Verfahren. Es geht mir um das alleinige Verfahren der Messung von Postview-Performance.

  55. @Günther

    Frag am Besten mal bei E-Plus nach, sicherlich können Sie dir ihre Messmethoden und Erfahrungen über ihr Multi-Channel-Tracking genau erläutern.

    Genell läßt sich der Erfolg einer PV-Kampagne über ein kanalübergreifendes Tracking sehr wohl messen, wenn man es sauber aufsetzt und über einen bestimmten Zeitraum die Wechselwirkungen genau trackt.

  56. Inkognito Nov 15, 2010

    @Markus:

    Wie lässt sich der Erfolg denn messen, wenn ein Handyanbieter in TV-Spots und Plakaten ganz massiv ein neu eingeführtes Handy bewirbt, auf das die Welt gewartet hat. Hat es dann etwas mit Erfolg tun, wenn die mit View-Cookies bombardierten Leser diverser Nachrichtenmagazine via Type-In einen Sale generieren?

    Hat es etwas mit PV-Erfolg zu tun, wenn Leser eines Nachrichtenmagazins aufgrund der starken Präsenz des Advertisers in den Suchmaschinen auf Grundlage einer generischen Suche einkaufen was sie gesucht haben?

    Und wie können wir den Erfolg von den Leuten bewerten, die ohnehin schon seit Jahren beim Advertiser einkaufen, allerdings auch Nachrichtenmagazine online lesen und mit View-Cookies bewaffnet sind?

    Wie willst Du das trennen?

  57. Also, mir geht es keineswegs darum, Postview auf Biegen und Brechen zu verurteilen und dabei keine Rücksicht auf Aussagen der PV-Beführworter zu nehmen. Ich möchte nur die Argumentation und besonders die Messmethoden für PV-Performance verstehen (wenn es sie denn gibt). Daher versuche ich, mein Anliegen anhand eines Beispiels zu vermitteln:

    Angenommen, es wären für einen Tag auf allen Monitoren in Deutschland, alle Werbeanzeigen mit Pappe überklebt. Werbeleistung würde so nicht erbracht werden. Postview-Publisher könnten trotzdem ‚Performance‘ nachweisen, Postclick-Publisher hingegen nicht.

    Was stimmt hier nicht?!?

  58. Pappe auf dem Monitor… :) Es gehen auch Leute in der TV-Werbepause auf die Toilette und trotzdem werden die Einschaltquoten gezählt. Das ist doch ein Nischenbeispiel. Die Leute sind am Rechner sogar viel aufmerksamer (und bemrken die Pappe). Und im Fall der Fälle hat der Publisher hat seine Medialeistung erbracht. Und wenn er im Vorfeld von der Pappe im Vorfeld weiß, pausiert er zu dem Moment die Kampagne.

  59. Nein Ingo, darum geht es nicht. Das Beispiel zeigt einfach klar und deutlich, dass Postview auch Transaktionen komplett ohne Werbeleistung generiert. Über das Beispiel mit der Pappe mag man schmunzeln, es ist eben nur ein Beispiel.

    Wennn man davon ausgeht, dass es einfach mal so wäre, wie in dem Beispiel beschrieben, kannst Du diese Aussage dann verneinen? Würde Postview keine Transaktionen generieren?

  60. Inkognito Nov 15, 2010

    „Medialeistung erbracht“ darf nicht verwechselt werden mit „Transaktionen generiert“! Postview idealerweiße auf eine „Medialeistung“ zu reduzieren, ist aber in jedem Fall ein guter Anfang. Dann kommen wir auch von dieser kuriosen Performance-Vergütung weg.

    Blinde können _zielsicher_ Postview Sales generieren. Folglich ist die Trackingmethode nicht ausgereift. Weiter oben habe ich weitere Lücken im Trackingprozess aufgezeigt, mit der sich PV-Uplifts simulieren lassen. (Bestandskunden, Offline-Werbekampagnen, starke Präsenz in anderen Channels) Hier bestehen prozedural eklatante Schwachstellen.

    Glaubt ihr wirklich, ein offline beworbenes Sonderangebot entspringt eurer Performance nur weil sehr viele Internetnutzer online Nachrichten lesen? Dann muss ich künftig wohl allen PV-Publishern empfehlen, möglichst die Advertiser für PV zu akquirieren, die in möglichst vielen Channels stark präsent sind. (-> Abstaubsales)

    Nutzt mal Google Insights. Ich bin mir sicher, dass sich durch Offline-Kampagne erzeugte Peaks in den Suchnachfragen auf eure sogenannten Uplifts auswirken. :-) Hier wird eine eindeutige Korellation bestehen.

    So lange wir darüber sprechen müssen, können wir nicht ernsthaft über Performance Marketing sprechen. Postview bringt auf diese Weise nämlich sämtliche Printkrankheiten mit in den Online-Marketing-Mix. Wir können nicht die Grundbedingungen der Wahrnehmung einer Webseite als Grundlage für eine Performancemessung nehmen. Wenn ich euch PV-Publishern so zuhöre, klingt es irgendwie immer so: „Ach, mit den Performancezahlen muss man es nicht ganz so genau nehmen. Wir haben ja Medialeistung erbracht“. (Medialeistung ja, aber nicht Performance! Media ist ein anderer Case)

  61. Inkognito Nov 15, 2010

    Um den klassischen Einwand gleich vorwegzunehmen: Sicher habt ihr auch *irgendwie* Performance erbracht. Denn eine erhöhte Medialeistung wirkt sich sicher positiv aus. Das stelle ich niemals in Abrede!
    Aber ihr könnt nicht wirklich messen, was ihr „on top“ an Performance generiert habt. Ihr verkauft dem Advertiser immer in großen Teilen bereits bestehende Performance. (Bestandskunden, Offline-Werbekampagnen, starke Präsenz in anderen Channels) Wie wollt ihr überhaupt Offline-Peaks von eurem sogenannten Postview-Uplift trennen?

    Es bestehen technologisch gar keine Möglichkeiten der Trennung, wenn wir den reinen Visit, die Grundvoraussetzung für das Lesen einer Webseite, als Grundlage für „Tracking“ nehmen.

  62. Hallo Ihr Drei,

    hab heute morgen diesen Podcast gehört. Großes Lob an dieser Stelle. Das war mal ein erfrischend anderes Format. Gut hat mir die sachliche, aber kontroverse Diskussion gefallen. Weiter so! Bei einigen Fachbegriffen (z.B. „Triple-Banner“) hätte ich mir eine kurze Erläuterung gewünscht.

    Grundsätzlich glaube ich auch an Selbstreinigungskräfte des Marktes. Das kann aber nur passieren, wenn alle beteiligten Parteien gleich informiert sind. Und gerade bei den Advertisern vermute ich, dass diese noch einen Know-how Nachteil haben. Aber mit der zunehmenden Verbreitung des Affiliate-Marketings wird sich das Know-How langfristig dem der klassischen Werbung annähern.

  63. Inkognito Nov 16, 2010

    Triple Banner = ein unschönes Postview-Format, in dem 3 Advertiser gleichzeitig beworben werden. Das bedeutet, dass pro Triple-Banner gleich 3 View-Cookies auf deinem Rechner landen. In der Regel steuern die PV-Publisher das mit einem sehr niedrigen Frequency Capping aus um auf Masse die Cookies zu streuen.

    Beobachte einfach mal wie viele View Cookies Du dir beim lesen eines Nachrichtenmagazines im 3er-Pack einfährst.

    Das Triple wird immer dann gefahren, wenn der ecpm zu niedrig ist um die Kampagne profitabel zu halten. Was daran lächerlich ist: Egal ob 1 oder 3 Advertiser pro Banner und die Medialeistung sich in Richtung Triple für den einzelnen Advertiser verringert wird die Performance immer gleich berechnet, denn pro Advertiser 1 Cookie. Das ist auch so ein Problem.

  64. Wenn ist es recht verstehe ist einer der Hauptkritikpunkte, dass sich Sales über Postview nicht zweifelsfrei allein darauf zurückführen lassen, sondern auch von anderen Kanälen beinflusst werden. (Beispiel eplus).

    Natürlich ist das so! Auch Content-Publisher leben hier nicht auf einer Insel der Seligen und sind allein verantwortlich für generierte Sales, sondern profitieren ebenso von Offline- und Display-Kampagnen, einer guten Preispolitik des Merchants, etc.
    Ein abgestimmter Mix aus verschiedenen Kanälen ist letztlich für den Gesamterfolg verantwortlich, kein einzelner Kanal. Hier hat Postview ebenso eine Berechtigung wie Content-Partner, TKP-Kampagnen, TV-Spots etc.

  65. Michael, beim PV gibt es ja nichtmal Anhaltspunkte wie z.B. den Tracking-auslösenden Klick. Kannst Du mir die immer noch offene Frage beantworten, wie PV-Performance gemessen wird? Kannst Du mein Beispiel widerlegen, in dem bildlich dargestellt wird, was passiert, wenn keine Werbeleistung erbracht wird. Warum in dem Fall trotzdem ‚PV-Performance‘ entsteht?

    Ganz ehrlich, es gibt nichts daran zu rütteln, dass PV soviel mit Performance zu tun hat wie der Papst mit dem Teufel. Und ebenfalls lässt sich aus dem Pappe-Beispiel auch ableiten, dass Transaktionen zweifelsfrei abgegriffen werden.

  66. Zunächst vergisst Du die, auch über PV-banner generierten, Postclick-Sales, die einen nicht unwesentlichen Anteil ausmachen. Anhaltspunkt ist zudem die erwähnte Case-Study von eplus. Ähnliches habe ich bei einem selbst betreuten Partnerprogramm festgestellt (mit Cookie-Weiche), nämlich dass die Sales

    – nicht zu Lasten der Content-Partner gingen
    – laut Merchant keine neagtive Auswirkung auf SEM und SEO hatten.

    Problematisch finde ich, dass PV nach den gleichen Kriterien beurteilt wird wie Content-Publisher. PV ist ein Hybridmodell, bestehend aus der Reichweite von Display-Kampagnen (eingekauft auf TKP-Basis) sowie der performancebasierten Vermarktung, also PPS.

    Mit den gleichen Argumenten, mit denen PV kritisiert wird, kann man auch Display sowie sämtliche Offline-Maßnahmen kristisieren, sofern diese nicht auf direct response ausgelegt sind, jedoch profitiert jeder davon.

    Natürlich gibt es einen Anteil kannibalisierter Sales, dies gilt jedoch in jeder Richtung und für jeden beteiligten Kanal. Wenn ich durch Offline-Maßnahmen oder Display & PV den Brand stärke, so profitieren z.B. Brand Searches im SEM, sind aber nicht der auslösende Kanal. Preisvergleiche profitieren von der Preispolitik des Merchants sowie anderweitiger Vorarbeit im Bereich Brand & Product Awareness sowie Content-Partnern. Auch letztere profitieren von Offline Maßnahmen, die einen nicht unwesentlichen Einfluss auf gesuchte Begriffe oder Themen haben, zu denen die Content-Partner ranken.

    Wie bereits geschrieben profitiert jeder Kanal vom anderen, hier ist man aufeinander angewiesen.

    Zudem versteh ich die hier an anderer Stelle geforderte Trennung von PV und Affiliate in verschiedenen Netzwerken nicht. Was soll das bringen? Entscheidend ist einzig und allein ein seriöses Tracking, das sowohl nach Last-Cookie-Wins verfährt, als auch Klick-Cookies eine höhere Priorität einräumt. Dies ist, auch ohne PV, zwingend notwendig.

  67. Nette Diskussion, nur kurz mal mein Senf dazu.

    Günther dein Beispiel hat ein Problem der Banner, wäre dann nicht im sichtbaren Bereich und somit würden diese Sales nicht zählen der Partner gekündigt und die Sales storniert. Aber darum geht es nicht wirklich, ich denke, dass man PV machen kann, aber nur unter der Voraussetzung einer funktionieren Trackingweiche die Netzwerk unabhängig ist.

    Der Vorteil , den ich sehe, ist das ich damit Display messen kann, man sieht ja dann zum Einen was die Views kosten, und zum Anderen was sie an Umsatz brachten. Ob dieser Umsatz durch einen anderen Kanal auch erzeugt wurden wäre, lässt sich in gewisser Weise messen, da man den Unterschied in den Sales ja kanalübergreifend prüfen kann, wenn dort eine Steigerung erfolgt ist der Diskurs nicht mehr nötigt, da wenn keine andere Sonderaktion oder Werbeaktion zeitgleich läuft oder diese über das Tracking einzeln per REF zum Beispiel getrackt wird, die Ursache der Steigerung in dieser View-Kampagne liegen muss.

    Natürlich lassen sich andere Kanäle nie aus der Betrachtung ausschließen, aber jede Kampagne egal ob SEO, SEM, Affiliate , Display, View-Performance profitiert voneinander. Ebenso wie TV Kampangen einen Einfluss auf das Web haben.

    Ich denke das Problem, was besteht das View-Kampangen mit SEO oder SEM Kampangen verglichen und in der Wahrnehmung vermischt werden.

    Denn zum einen nutzt man meines Erachtens PV eher um die Bekanntheit einer Marke oder einer aktuellen Aktion zu steigern und wenn ich dieses mit einem TKP, der sich aufgrund der Umsatzzahlen ergibt machen kann, besteht die Möglichkeit das dieses für mich günstiger ist als eine reine TKP Kampagne.

    Die andere Frage ist haben „normale“ Publisher einen Vorteil oder einen Nachteil( saubere Technik setzte ich sowieso voraus)?

    Bei sauberer Technik sehe ich für den normalen Affiliate keine wirklichen Nachteile eher den Vorteil dass der SEO oder SEM ebenso von einer gesteigerten Bekanntheit der Marke profitiert, denn sind wir mal ehrlich in einem Shop, welchen keiner kennt kauft keiner.

    Somit liegt meines Erachtens das Problem nicht in View-Kampagnen und der seit zwei Jahren währende „Krieg“ zwischen PV-Befürwortern und Gegner beruht auf einem Missverständnis und auf dem Handeln von einigen schwarzen Schafen.

    Denn einerseits sehe ich kein Problem wenn jemand Displaywerbung macht und diese über die Anzahl der Sales, welche von Personen, die diese gesehen haben, bezahlt wird.

    Andererseits sollte auch bei dieser sichergestellt werden das andere Publisher oder Kanäle davon nicht beeinträchtigt werden, aber das stand meines Erachtens nie zur Diskussion.

    Ich denke das Hauptproblem liegt hierbei bei der Technik und an den schwarzen Schafen, wobei ich davon ausgehe das sich diese in weiße verwandeln sobald Konsequenzen eintreten, Ausschluss aus dem Programm Stornierung aller Sales usw. usf..

    Doch dieses Problem gibt es in jeder Sparte des Affiliate bzw. Onlinemarketings.

  68. Hallo Trutz,

    erst mal danke für die netten Worte. Es freut mich sehr, dass Dir die Diskussion gefallen hat und Günther mit Sicherheit auch. Ich war gestern leider komplett eingespannt und konnte daher nicht auf die neuen Beiträge antworten. Wenn es mal zu einer Neuauflage einer Diskussion zwischen Günther und mir kommen sollte (i’m ready ;)), werden wir darauf achten, dass spezielle Begriffe noch besser bzw. überhaupt erklärt werden.

    Die anderen Beiträge muss ich erst sichten und melde mich später wieder :)

    Viele Grüße
    Ingo

  69. Mensch, Alex. Da ich Deinen Post und die Einlassungen vor allem zur lieben „Performance“ jetzt erst in Ruhe lesen konnte und wir schon wieder eine ziemlich vorgerückte Stunde haben, kann ich Deiner Aussage guten Gewissens zustimmen und spare mir nächtliche Tipparbeit.

    Ich hoffe es geht Dir gut. Liebe Grüße auch an Martin! Ich habe seinen Geburtstag vergessen *schäm*. Daher hier noch mal alles Gute nachträglich an Herrn Dorst.

  70. Inkognito Nov 19, 2010

    So Markus, jetzt hast Du aufgrund der Kontroverse Deine 50 Kommentare. :-)

  71. Hi
    recht interessante Sendung! Ich denke das es weniger schlimm ist, wenn man nicht zu 100% sagen kann, das eine PV-Einblendung zu einer Kaufentscheidung geführt hat. Das ist ja auch beim Klick nicht anders – es ist wahrscheinlich aber nicht sicher. Das Beispiel mit den Gutscheinen habt ihr ja selber gebracht.

    Freue mich auf die nächsten 5 Sendungen.
    Gruß
    hubba

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