Glauben Nutzer Deinem Content? Ein kleiner Fehler kann reichen, und das Vertrauen ist futsch. Damit wir als Content Marketer nicht versagen, müssen wir wie Journalisten denken und arbeiten. Aber wie arbeitet ein Journalist und wie lässt sich das fürs Marketing nutzen? Da kommt Doris Eichmeier ins Spiel. Sie macht aus Marketing-Abteilungen funktionierende Redaktionen fürs Content Marketing. Das wiederum schafft aber auch neue Verantwortung gegenüber der Zielgruppe – wie wir dieser Verantwortung gerecht werden und dabei Erfolge feiern, zeigt Doris uns im Content-Kompass.

Zum Teil 1 der Sendung geht’s hier 

Links & Vorspiel (aus Teil 1)

https://www.linkedin.com/pulse/factfullness-warum-wir-uns-bewusst-auf-andere-sollen-sabine-bendiek (Gefunden auf Twitter @LenaRogl)

https://t3n.de/news/texte-schreiben-fuer-websites-1132603/

https://wortliga.de/text-coaching/

Semantische SEO Artikelreihe: ttps://www.sem-deutschland.de/blog/semantische-seo-entitaeten/

https://www.sem-deutschland.de/blog/relevanz-pertinenz-nuetzlichkeit/

https://www.websiteboosting.com/magazin/40/google-liebt-marken-ihre-auch.html

https://www.websiteboosting.com/magazin/28/take-a-look-inside-was-webmaster-von-den-neuen-google-quality-rater-guidelines-lernen-koennen.html

https://www.websiteboosting.com/magazin/17/erfolgsfaktor-verstaendlichkeit-inhalte-die-wirklich-ankommen.html

https://www.pr-stunt.de/blogparade-myfirstcontent-auswertung/

https://onlinemarketing.de/news/die-naechste-generation-ceo-cmo-marketing

Interview mit Doris Eichmeier

  • Content kann alle Abteilungen im Unternehmen zusammenbringen und dieser Ansatz hat Doris auf Content Marketing aufmerksam gemacht
  • Werbefloskeln bringen nichts mehr!
  • Viele Unternehmen haben ihre ersten Erfahrungen mit Content Marketing gemacht und probieren jetzt, aus ihren Fehlern zu lernen. Sie versuchen, ihre Strukturen und Prozesse zu vereinfachen. Unternehmen sitzen auf einem Haufen von Content, sie haben aber noch keine Strategie, die zeigt, wie sie das Ganze schlank halten, wie sie alles modernisieren und aktualisieren können.
  • Unternehmen lernen aus ihren Fehlern und werden jetzt schlauer

Je besser die Journalistische Qualität eines Content Stücks, desto besser ist das fürs Unternehmen.

  • Wir haben Viel zu viel Content. Je besser, ausgewogener und und journalistisch durchdachter so ein Inhalt ist, desto besser ist das fürs Unternehmen.
  • Unternehmen müssen mehr Fokus auf die journalistische Qualität legen
  • „Lala-Texte“ die sich nur an einem Keyword entlang hangeln, gibt es genug. Die müssen wir nach und nach austauschen.
  • Das Wichtigste muss auf den ersten Bildschirm, ganz nach oben

Die Themen liegen auf der Straße!

Überschriften-Tipps von Doris:

  1. Das wichtigste Keyword sollte drin sein
  2. Ein Verb sollte drin sein
  3. Die Aussage des gesamten Inhalts sollte der Leser schon in der Überschrift erkennen
  • User sind lesemüde und haben oft keinen Grund, weiter als bis zur Überschrift zu kommen. Deswegen sollte die Überschrift schon alles zusammenfassen – und dabei möglichst kurz und prägnant sein

Schlechter Content schwächt die Marke!

  • Mit Content Marketing etwas Gutes tun. Beispiel-Kampagne von Mini zusammen mit dem Wall Street Journal https://partners.wsj.com/mini/defy-hunger-together/
  • Recherche-Fehler können Unternehmen schaden – deswegen ist journalistisches Geschick wichtig
  • Ich habe eine gesellschaftliche Verantwortung, wenn ich Content Marketing mache – Unternehmen dürfen nicht lügen!
  • Quellen fehlen in Inhalten oft! Damit machen sich Unternehmen und Autoren unglaubwürdig
  • Die Journalistische Kompetenz fehlt in vielen Unternehmen und so entstehen Inhalte mit kleinerem Mehrwert für Kunden und die Gesellschaft
  • In Unternehmen muss jemand sitzen, der beurteilt, ob der Content brauchbar ist, oder nicht. Derjenige muss sich auch auf den User konzentrieren und wissen, was Nutzer brauchen und wollen.
  • Unternehmen müssen mit der Zielgruppe sprechen und sie fragen, was sie interessiert – hier zu sparen, macht keinen Sinn, wenn wir unsere User wirklich erreichen wollen.
  • Unternehmen verschanzen sich gerne hinter Zahlen, anstatt sich mit den Bedürfnissen der Empfänger zu beschäftigen
  • Tipp: Einfach mal eine Diskussionsrunde anzetteln, statt sich nur auf Zahlen und Daten verlassen
  • Kennen und Können sind nicht dasselbe – warum genau Autoren erfolgreich sind, ist oft gar nicht messbar
  • https://www.termfrequenz.de/podcast/content-design-marketing-team-erfolg-robert-weller/
  • Es gibt nichts, was schwieriger zu produzieren ist, als richtig guter Shop-Content. Da ist jeder Rechtschreibfehler ein Fiasko. Da muss alles passen, da darf kein Fehler drinnen sein, da müssen alle Fakten für die Zielgruppe stimmen.
  • Guter Content ist ein riesengroßer Aufwand
  • Content gehört immer mehr fest zum Produkt dazu – Beispiel: Gebrauchsanweisungen – Content-Qualität entscheidet also darüber, wie zufrieden der Kunde mit dem Produkt ist
  • Guter Content kann Kunden zu Stammkunden machen
  • Guter Shop-Content ist unglaublich wichtig, auch weil Kunden in der Phase vor und nach dem Kauf besonders aufmerksam und empfänglich sind
  • Unternehmen können Ihre Kunden mit Inhalten überraschen und damit eine starke Beziehung aufbauen
  • Etablierte Unternehmen müssen mit Jahren rechnen, bis Content Marketing so richtig fruchtet
  • Mittelständische Unternehmen sollten mit mindestens zwei Jahren rechnen
  • Kleine und mittlere Unternehmen haben Markenaufbau vernachlässigt. Mit Content können sie ihre Marke im Kopf der Kunden jetzt stärken (statt mit teuren Werbekampagnen)
  • Ich als Unternehmen muss wissen, was ist mein Charakter, meine Seele, was zeichnet mich aus? Was habe ich zu erzählen? Was sind meine Geschichten?
  • Marketer sind Markt-Experten – deswegen brauchen sie viel Gewicht im Unternehmen
  • “Unter der Bedingung, dass Marketer dazu bereit sind, ihre Erbsenzähler-Mentalität abzulegen”
  • Viele Marketer sind zu sehr auf Zahlen, Controlling, Termine und Projektmanagement aus – viele fragen sich dadurch nicht: Was tun wir hier eigentlich? Das große Bild fehlt.
  • Gutes Branding ist nicht aufgesetzt, sondern das Unternehmen lebt es!
  • “Modelle sind dazu da, gebrochen und angepasst zu werden!”

Zusammengefasst: Die wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Content-Strategie

  1. Ich muss meine Marke kennen und ausstrahlen
  2. Ich muss meine Nutzer kennen, und zwar über Google Analytics hinaus (einfach mit den Leuten sprechen – es ist irre, was man in einem persönlichen Gespräch herausfindet)
  3. Wühlen in der Vergangenheit – ich muss mir überlegen, was von meinem bestehenden Content kann ich für die Zukunft gebrauchen – und wenn ja, in welcher Form? Nachdenken: Stimmt der Kontakt-Punkt, stimmt das Content-Format, muss ich vielleicht umdenken?
  4. Eine gemeinsame Content-Landschaft – Abteilungen müssen Hand in Hand zusammenarbeiten. Nicht mehr jeder mit eigenen Tools rummachen. Grundlage für gemeinsames Content Management
  5. Die Führungsspitze muss das Ganze unterstützen
  6. Alle müssen sich auf ein gemeinsames Ziel einigen

Musik im Podcast (Track 1 und 2):

  • Gidon

Produktion:

 

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Content-Kompass

Hier diskutieren Olaf Kopp und Gidon Wagner mit spannenden Gästen, worauf es bei Inhalten für Online-Marketing und Kommunikation ankommt. Wie treffen wir wirklich den Nerv unserer Zielgruppe? Was ist guter Content? Welche Marketing-Disziplin braucht welche Qualitäten und Formate? Wie stellen wir die Umsetzung sicher? Wie verbessert Content die User Experience? Und welche brauchbaren Trends im Content Marketing liegen an? Eine Sendung und offene Diskussionsplattform für Marketer, die mit Inhalten arbeiten, Content verantworten, steuern, konzipieren und weiterbringen wollen.

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2 comments on “Unsere Macht und Verantwortung als Content-Marketer (Teil 2) – Mit Doris Eichmeier

  1. @performance content – ich habe den Eindruck, von dem wird dann gesprochen, wenn du es mit old school marketeers zu tun hast. die sind total lead-fixiert, kurzfristig auf Kampagnen ausgerichtet, verstehen nicht, wie Content Marketing funktioniert. Sie hören dir aber auch nicht zu, wenn du es ihnen zu erklären versuchst, und glauben, Content sei das Produkt, das Angebot. Deren Kampagnen sind meist klassische Werbekampagnen (aggressive Push-Strategie) und damit der Tod jedes Content Marketings. Customer Journey und Personas gibt’s bei denen auch nicht.

    @fünf Jahre sind da nichts – vielen Unternehmen im Mittelstand fehlt die Ausdauer. Ich kenne leider zuviele Firmen, die nicht einmal Unternehmensziele definiert haben. Marketing ist für solche Unternehmen immer nur eine kurzfristig angelegte Maßnahme oder sogar nur ein Projekt. Die notwendige Kontinuität im Content Marketing wird zudem maßlos unterschätzt. Nur der Gedanke an die „Never ending Story“ lässt viele schon auf Tauchstation gehen. Und dann gibt’s halt nur Aktionismus und Projekte, um das Gewissen zu beruhigen. Am Ende des Tages heißt es dann, dass das mit dem Content Zeugs ja eh nicht funktioniert.

    @Archetypen und Limbic Types – Kopfschütteln, und den Content Marketer auslachen, das ist oft die Reaktion auf das Thema. Bitte, gibt’s einen Link, wo man dieses Kartenset beziehen kann? DANKE, ganz lieb.

    @Marke aufbauen – das kreide ich der eigenen Branche an, dass sie sich auf Werbegrafik, Anzeigen schalten, Visitkarten und Kataloge und ein wenig auf Messen herumhopsen reduzieren hat lassen. Deswegen sitzen Marketingleiter in den Unternehmen, die sich bei beinahe jedem Wort eines Content Marketeers persönlich angegriffen fühlen. Eine Markendiskussion artet dann gerne in einer Diskussion um den USP oder Firmenslogan aus. Ich komme mir dann immer vor, als würde ich mit einem Vulkanier reden.

    Fazit: enorm viel Arbeit an der Basis für uns.

    • Hallo Angelika, wenn Du das Archetypen Kartenset meinst kannst Du dich gerne mal an die Agentur Kochstrasse in Hannover bzw. Gesa Lischka wenden. Mit schönen Grüßen von mir.

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