Spätestens seit den letzten Updates ist UX ein größeres Thema für alle SEOs geworden. Als alter Informationswissenschaftler habe ich beides zwar schon immer zusammen gesehen, bin aber selbst definitiv tiefer im SEO als im UX. Zeit deshalb, einen UX-Experten in die Show zu holen. Mit Richard Bretschneider von eresult haben wir einen echten UX Experten gefunden. Richard selbst sagt von sich, dass er wenig mit SEO zu tun hat. Dieses merkt man auch direkt daran, dass er andere Begriffe verwendet. Auch wenn diese quasi ein Synonym zu unseren sind, haben sie doch andere Konnotationen, andere Perspektiven und erweitern so den Raum zum Denken, zumindest für mich.

User Experience-Einführung

Nach der Vorstellung von Richard sind wir direkt ins Thema eingestiegen. Richard hat eine schnelle Einführung in das 1×1 der UX gegeben. Wobei es “die” UX an sich nicht gibt. Zielgruppe und Motivation sind entscheidend für eine gute UX. Wenn beides nicht klar ist, dann kann ich auch keine gute UX anbieten. Ich kann zwar funktional gute Seiten bauen, wenn ich Regeln wie räumliche Nähe, Kontrast etc. einhalte. Ob am Ende der Besucher zum Nutzer wird entscheidet dieser allein aus seiner Motivation, solange ich keine funktionalen Fehler mache. Klingt sehr nach der Search Intent Diskussion wie bei uns, sind halt immer Menschen um die es geht.

Auch steuern wir mit der Traffic-Akquisition die Motivation mit. Wenn wir auf Werbemitteln versprechen geben, müssen diese auf der Landingpage auch eingelöst werden. Gleiches gilt für die SERP-Snippets im SEO, die am Ende ja unsere Werbetexte für die Website sind. Auch wird klar, dass ich für unterschiedliche Motivationen der Nutzer uU verschiedene Seiten zum selben Produkt benötige. Was einige Streitgespräche in Unternehmen abkürzen könnte. Wenn man nicht versucht einen Kompromiss für alle Sichten zu finden – der am Ende meist keinem genügt – kann man so intern Frieden finden und den Kunden besser bedienen.

User Onboarding für eine bessere Bounce Rate

Dieses Thema war für mich das spannendste. Nach dem letzten Google Update wurde viel über die Bounce-Rate diskutiert. Als eine Kennzahl dafür, ob man den User Intent getroffen hat und Gewinner des Updates eine tendenziell bessere Bounce Rate aufweisen. Richard spricht hier vom User Onboarding. Also wie kann der Nutzer schnell überzeugt werden, sich mit meiner Website, APP etc. zu beschäftigen und welche Faktoren sind dabei hinderlich. Mir hat diese Sichtweise gut gefallen. Geht es doch nicht darum, wie ich eine technische Kennzahl verbessere. Vielmehr steht beim Begriff “User Onboarding” der Nutzer schon in der Aufgabe. Es ist auch wesentlich positiver konnotiert. Wie kann ich die Nutzer an Bord bringen? Klingt doch besser als „wie verhindere ich, dass Nutzer abspringen“ als von etwas abhalte, was er eigentlich tun will. Ähnliche aber eben nicht die gleiche Problemstellung.

Buchempfehlungen & Lesetipps User Experience

Wie immer hat unser Gast auch Buchempfehlungen und Lesetipps zu seinem Thema UX mitgebracht:

 

Die Slides aus der Sendung könnt ihr hier einsehen:

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